Arbeitgeber

 

Sich richtig präsentieren und durchstarten - leichter gesagt als getan, denn am Anfang stehen die perfekte Bewerbung und viele Fragen.

 

Wie präsentiert man sich richtig? Was gibt es zu beachten? Wo und wie finde ich den perfekten Job, wie sollte meine Bewerbung aussehen und was erwartet mich in einem Vorstellungsgespräch? Wieviel kann ich verdienen und wer hilft, wenn es mal nicht glatt läuft? Wer hoch hinaus möchte, muss sich diesen und vielen weiteren Fragen stellen.

 

Bereiten Sie sich gut vor und verbessern Sie ihre Aussichten auf Ihren Traumjob.

 

Bereit für Heldentaten?

 

jobsuche

jobsuche

Viele Wege führen nach Rom, ebenso viele führen zum gewünschten Job. Personalabteilungen gehen, wie auch Bewerber, unterschiedliche Wege um offene Stellen zu besetzten, doch gibt es den richtigen? Je nach Branche, Tätigkeitsbereich, Einstiegslevel und Zielgruppe werden unterschiedliche Kanäle genutzt, wobei nahezu alle deutschen Unternehmen mittlerweile das Internet als Rekrutierungsinstrument einsetzten. Welche wege gibt es?
 
Nutzen Sie klassische Kanäle:
 

  • Printmedien wie Tageszeitungen und Fachzeitschriften.
  • Professionelle Beratung: Berufsberatung und Arbeitsvermittlung.
  • Veranstaltungen wie Personalmessen oder In-House Veranstaltungen.
  • Nutzen der persönlichen Kontakte.
  • Vermittlung durch Personaldienstleistungs- und Zeitarbeitsunternehmen.

 
Oder profitieren Sie von den weitreichenden Möglichkeiten des Internets:
 

  • Profildatenbanken - lassen Sie sich finden.
  • Projekt- und Stellenbörsen - gehen Sie aktiv auf Jobsuche.
  • Metasuchmaschinen - diese sammeln die Angebote vieler Jobbörsen.
  • Unternehmenswebseiten - nutzen Sie die Karriereseiten Ihres Wunscharbeitgebers.
  • Web 2.0 - Social Media wie Facebook, Twitter und Co. als Mittel zur positiven Eigendarstellung.

 
Doch um zu finden, muss man genau wissen, wonach man sucht. Fünf Punkte, die man beachten sollte, wenn man aktiv wird:
 

  1. Wohin soll der Weg führen - stellen Sie sich der Frage, was Sie können und was Sie zukünftig machen möchten.
  2. Wo werde ich glücklich? Ob Großkonzern oder Familienbetrieb, bringen Sie in Erfahrung, wer der für Sie passende Arbeitgeber ist und auf welchem Weg Sie diesen am besten erreichen.
  3. Erstellen Sie maßgeschneiderte Bewerungsunterlagen und stimmen Sie diese immer individuell auf die beworbene Stelle ab.
  4. Das Vorstellungsgespräch: Gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Informieren Sie sich über ihren zukünftigen Arbeitgeber und dessen Tätigkeitsbereiche, Anforderungen, Wünsche und Bedürfnisse.
  5. Organisieren Sie die Rahmenbedingungen - klären Sie frühzeitig logistische Fragen wie das Erreichen des Arbeitsplatzes oder die Kinderbetreuung.

 

 

anschreiben und lebenslauf

anschreiben und lebenslauf

Die Bewerbungsunterlagen sind Ihre Visitenkarte - sich optimal in Szene zu setzten ist nicht immer einfach. Doch so präsentieren Sie sich richtig:
 

Das Anschreiben
 
Der mitunter wichtigste Teil Ihrer Bewerbung sorgt für einen ersten positiven Eindruck. Bereits hier kann sich entscheiden, ob Sie in die nächste Runde kommen. Doch wie soll es aussehen und was soll es enthalten?
 

  •  Format und Umfang:
    •   Gestaltet nach den Regeln der DIN 5008.
    •   Maximal eine DIN A4-Seite.

  

  • Grundregeln:
    • Bilden Sie knappe und aussagekräftige Sätze.
    • Gliedern Sie die Bewerbung in übersichtliche Absätze.
    • Formulieren Sie positiv.
    • Gehen Sie individuell auf die ausgeschriebene Stelle ein.

  

  • Inhalt:
    • Einleitung - bis zu drei kurze Sätze, die den Bezug zur Stelle herstellen.
    • Hauptteil - stellen Sie sich und Ihre bisherige Laufbahn in Bezug auf die Position kurz positiv dar. Beziehen Sie sich dabei ausschließlich auf eine in dem Fall relevante Tätigkeit.
    • Schluss - fassen Sie wichtige Informationen, wie Gehaltsvorstellung, mögliches Eintrittsdatum oder sonstige geforderte Angaben nochmals kurz zusammen.
    • Datum und Unterschrift.

 

Der Lebenslauf
 
Ein lückenloser Lebenslauf dient dem Personalverantwortlichen dazu, sich einen ausführlicheren Eindruck über den Bewerber und dessen Eignung zu verschaffen. Wichtig hierbei ist auch die richtige Form des Lebenslaufs. Je nach Angabe des Arbeitgebers wählen Sie zwischen ausführlicher, funktionaler oder tabellarischer Variante. Sollte keine bestimmte Form gewünscht werden, verwenden Sie mit dem tabellarischen Lebenslauf die gängigste Version.

  • Format und Umfang:
    • Darstellung auf maximal zwei Seiten.
    • Wählen Sie eine entsprechende Darstellungsform.
       
  • Grundregeln:
    • Stellen Sie die Vollständigkeit Ihrer Daten sicher.
    • Formatieren Sie gezielt und übersichtlich - weniger ist mehr.
       
  • Inhalt:
    • Persönliche Daten (Name, Anschrift, etc.).
    • Schulische Ausbildung.
    • Studium (falls absolviert).
    • Grundwehr- oder Zivildienst.
    • Berufliche Ausbildung.
    • Berufliche Tätigkeiten.
    • Fort- und Weiterbildungen.
    • Besondere Fähigkeiten und Kenntnisse.
    • Datum und Unterschrift.

 

 

vorstellungsgespräch

vorstellungsgespräch

Die erste Hürde - das Bewerbungsschreiben - ist genommen und Sie halten Ihre Einladung in Händen. Jetzt gilt es, auch persönlich den guten Eindruck, der durch die Bewerbungsunterlagen entstand, zu festigen. Mit der richtigen Vorbereitung kein Problem. Was es zu beachten gibt und wie sie sich optimal auf Ihr Vorstellungsgespräch vorbereiten:

  • Die Vorbereitung:
    • Lesen sie Ihre Bewerbung und die Stellenanzeige nochmals gründlich durch.
    • Falls sie erklärungsbedürftige Passagen in Ihrem Lebenslauf haben, beantworten Sie diese für sich.
    • Wählen Sie die richtige Kleidung - Sie müssen sich darin wohlfühlen und diese muss der zu besetztenden Stelle gerecht werden.
    • Sehen Sie sich den Ort des Geschehens vorher an. "Ich habe mich verfahren" ist keine besonders gute Entschuldigung für Zuspätkommen.

  

  • Das Gespräch:
    • Der erste Eindruck zählt - ein Lächeln, Blickkontakt und ein fester Händedruck wirken wunder.
    • Achten sie trotz Nervosität auf die Grundregeln der Gesprächsführung:
      • Lassen Sie Ihr Gegenüber ausreden.
      • Halten Sie Blickkontakt.
      • Nehmen Sie eine offene, lockere Haltung ein.
      • Setzten Sie Gesten wohl überlegt und in Maßen ein.
      • Variieren Sie Ihre Tonlage und Sprechgeschwindigkeit. 
    • Präsentieren Sie sich von Ihrer besten Seite - lästern über ehemalige Arbeitgeber und das Auspacken von Problemen sind hier nicht gefragt.
    • Stellen Sie Fragen - das Gespräch dient beiden Seiten zum gegenseitigen Kennenlernen. Dies signalisiert auch Interesse.
    • Sorgen Sie für einen positiven Abgang und bleiben Sie bis zuletzt konzentriert und interessiert.

 

 

familie und beruf

familie und beruf

Knapp über 25% der Führungspositionen sind in der Zwischenzeit von Frauen besetzt - und das Umdenken der Gesellschaft was Kind und Karriere betrifft, erfordert neue Mittel und Wege, um die Bedürfnisse beider Seiten auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen.
 
Für Arbeitnehmer wird das Finden der Work-Life-Balance immer mehr zu einer Gratwanderung. In Zeiten der Flexibilisierung des Arbeitsmarktes werden auch hier neue Denkansätze nötig. Seien Sie auch bei einem Vorstellungsgespräch darauf vorbereitet, auf Fragen wie "Wie sichern sie die Betreuung Ihrer Kinder?" antworten zu müssen.
 

  • Möglichkeiten von Arbeitnehmern:
    • Private Betreuung z.B. durch Familienmitglieder oder Au-Pairs.
    • Von Jugendämtern vermittelte Tagesmütter oder -väter (auch solche gibt es), die in der Regel sehr flexibel sind.
    • Kindertagesstätten/Kinderkrippen mit professioneller Betreuung.
     
  • Unterstützungsmöglichkeiten aus Sicht der Arbeitgeber:
    • Flexibilisierung der Wochenarbeitszeiten.
    • Betriebliche Ferienprogramme (halb- oder ganztags).
    • Je nach Betreuungsbedarf betrieblich unterstützte Familienkrippen oder Minikitas.
    • Inhouse-Betreuung in Notfallsituationen oder das Schaffen einer passenden Umgebung im Unternehmen.

 

 

lohn und gehalt

lohn und gehalt

Ob tarifvertraglich geregelt oder frei verhandelt, die Höhe des monatlichen Gehalts spielt eine entscheidende Rolle in der Motivation jedes Einzelnen. Die eigenen Gehaltsvorstellungen zu formulieren und bestehendes monatliches Gehalt zu verhandeln will gelernt sein.
 

Gehaltsvorstellung
 
Wie sehen denn Ihre Gehaltsvorstellungen aus? Eine Frage, die häufig gestellt wird. Oft wird hierzu auch schon in den Bewerbungsunterlagen eine Angabe verlangt. Doch was und wieviel gibt man an?
 

  • Bei der Angabe der Gehaltvorstellungen wird ein Jahresbrutto erwartet. Rechnen Sie also alle für Sie wichtigen Leistungen auf eine Jahresleistung hoch. Bei einem Vorstellungsgespräch können Sie diese Angabe dann näher erläutern. Mögliche Bestandteile wären:
    • Monatliches Fixgehalt.
    • Mögliche Provisionen.
    • Bonuszahlungen z.B. jährlich, halb- oder vierteljährlich.
    • Urlaubs- und/oder Weihnachtsgeld.
    • Vermögenswirksame Leistungen.
    • Geldwerte Vorteile wie z.B. Firmenwagen oder Firmenrabatte.


In der Regel wird das gewünschte Brutto 10 - 15 % über dem bisherigen Jahresbrutto angesetzt und dient als Verhandlungsbasis. Bei einem Branchenwechsel oder einer grundsätzlichen Neuorientierung gibt das Internet Aufschluss über die Gehaltsstruktur der Branche. Informieren Sie sich dort, um mit den formulierten Zielen weder zu hoch, noch zu niedrig anzusetzten.
 
Sollten Sie sich beim Einbeziehen der geldwerten Vorteile in die Berechnung nicht sicher sein, könne sie beim Jahresbrutto auch Gehaltsspannen angeben, die Sie in einem Vorstellungsgespräch entsprechend erklären können.
 

Gehaltsverhandlungen
 
Darf es etwas mehr sein? Beim eigenen Gehalt vermutlich immer. Nutzen Sie Ihre Chance bei Gehaltsverhandlungen und setzten Sie diese strategisch geschickt an:
 

  • Sorgen Sie dafür, dass Ihre Leistung im Vorfeld positiv wahrgenommen wird. Diese ist letzendlich ausschlaggebend für Ihre Bezahlung.
  • Warten sie den richtigen Zeitpunkt ab. Versuchen Sie Ihr Glück weder während einer Ausstellungswelle oder direkt nach einem von Ihnen verursachten Fehler. Nutzen Sie beispielsweise gute Stimmung nach der erfolgreichen Abwicklung eines großen Auftrags oder dem positiven Abschluss eines Projektes.
  • Bereiten Sie sich sorfgältig auf ein Gehaltsgespräch vor und setzten Sie sich Ziele für dieses.
  • Stellen Sie eine konkrete Forderung. Diese muss überlegt und realistisch sein.
  • Stellen Sie sich die Frage: Warum verdiene gerade ich eine Gehaltserhöhung - und untermauern Sie Ihre Aussagen dazu mit Zahlen oder Leistungen, die Sie bringen oder gebracht haben.
  • Treten Sie selbstbewusst auf und argumentieren Sie schlüssig und nachvollziehbar.
  • Reden Sie nicht zu lange um den heißen Brei herum sondern sprechen Sie das Thema direkt an.
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